Als ich Freitag abend nach dem Kino im Auto saß, war ich ziemlich in Gedanken (noch total begeistert davon, hier im Kino einen Film auf Deutsch gesehen zu haben).
Irgendwann habe ich begonnen, die Leute, an denen wir vorbei gefahren sind, zu beobachten.
Da waren ein Mann und eine Frau in einem blauen Mini Cooper. Er saß am Steuer und redete heftig gestikulierend auf sie ein, während sie den Kopf an die Fensterscheibe gelehnt hatte, und eine Hand an ihrem Gesicht hatte. Als wir die beiden überholt haben, habe ich gesehen, dass beide weinten, da schien eine ganz furchtbare Distanz zwischen beiden zu herrschen.
Und da waren zwei, die vor einem Supermarkt auf dem Asphalt saßen, und sich einander zugewandt angeregt unterhielten. Er hörte ihr zu, und sie redete und redete… Er schien es zu genießen, und sie auch.
Dann war da noch der Typ, der mit nem Gitarrenkoffer auf den Bahnhofseingang zurannte.
Das alles hat mich fasziniert und irgendwie berührt. Das sind Menschen, aus deren Leben ich nur eine Momentaufnahme gesehen habe – einen winzigen Ausschnitt aus diesem riesigen Meer aus Zeit, das sie zur Verfügung haben.
Es ist irgendwie oft schwer zu begreifen, dass es 6,7 Milliarden Menschen gibt, die alle ein einzigartiges Innenleben haben, Träume, Ängste, Bedürfnisse, Sehnsüchte, Ziele. Und doch ist es so. Wenn man diese Erkenntnis für einen kurzen Augenblick hat, fühlt sich das groß und wunderbar an.
Wahnsinn…

ohh das ist Super! darüber habe ich mir auch schon ganz oft Gedanken gemacht:)Und es ist egal wo man ist, man trifft sie überall und trifft damit auch irgendwie einen Teil von sich selbst…