Seit drei Tagen bin ich wieder mal auf Reisen im Ausland – in England.
Nils und ich sind am 28.12. abends von Essen aus mit dem Bus in unser Abenteuerchen gestartet, und sind über Nacht über die Niederlande, Belgien, Frankreich und den Ärmelkanal nach England gefahren, mit gleich drei Passkontrollen mitten in der Nacht und entschieden zuwenig Schlaf.
Man fragt sich dann, wenn man auf der Fähre Menschen sieht, die aussehen wie aus “Little Britain” entlaufen, ob man wacht oder träumt. Aber es gibt wirklich ganze Familien, die alle Jogginganzüge tragen, wahlweise knallrosa oder schwarz mit Goldmuster darauf, dazu sehr schiefe Pferdeschwänze oder Rastas. Man sagt ja, die Engländer können nicht kochen – das stimmt nicht. Dafür können sie sich definitiv nicht anziehen. (Oder was haltet IHR von Männern mit rosa Stulpen, Schals und Mützen?)
Und dann sind wir unter akutem Schlafmangel zwölf Stunden lang durch London gelaufen, und es war TOLL! Wir sind durch die Straßen geschlendert, in alle möglichen schönen Läden rein, haben gestöbert, gestaunt – und immer wieder Pausen eingelegt, um uns dann gleich wieder ins Getümmel zu stürzen. Es gab zwar noch kein Sightseeing (naja, außer dem Buckingham Palace und Piccadilly Circus, die lagen auf dem Weg), aber es war auch so ein geiles Gefühl, in dieser Weltstadt zu sein. (Und zu shoppen! Dank dem für uns sehr günstigen Pfundkurs ist einkaufen spottbillig.)
Jetzt sind wir in Leicester und der Jahreswechsel ist nur noch wenige Stunden entfernt. Wieviel wir noch von England sehen, wissen wir noch nicht – ein Pub-Meal und ein bisschen Cider, Whiskey oder Bier haben wir auch schon hinter uns, außerdem einen Gemüsemarkt mit sehr britischen Marktschreiern – und heute versuchen wir uns an halbwegs britischem Essen: Pute mit Füllung, Gemüse, Kartoffeln, und zum Nachtisch Apple-Berry-Crumble mit ordentlich Custard. Die Briten können eben doch ziemlich gut kochen. Lassen wir uns mal von England überraschen, was es sonst noch so für uns bereit hält.
