28. Oktober 2008
So, ein bisher grossartiger Tag liegt hinter mir…
Ich bin heute am spaeten Vormittag mit Frida (Schwedin aus Finnland) und Nick (Waliserin) zu IKEA gefahren, um dort zu Mittag zu essen.
IKEA selbst zu finden war auch gar nicht schwer – vom Bahnhof aus konnte man das Logo schon vorm grauen Himmel leuchten sehen (grauer Himmel, damit man sich gleich wie zu Hause in Oldenburg fuehlt).
Wir dachten uns dann, man koennte ja eine Abkuerzung nehmen und querfeldein laufen – denkste. Wir haben bestimmt 20 Minuten damit verbracht, den Maschendrahtzaun entlang zu laufen und nach Loechern zu suchen, um drueber zu klettern… Einen Teil haben wir sogar gefunden, sind drueber geklettert (und haben uns ziemlich im Stacheldraht verfangen) – und sahen uns einem weiteren Zaun gegenueber, ueber den ich mit meinen Flip-Flops definitiv nicht rueberkam. Also, Kommando zurueck (Frida war allerdings schon drueben und durfte gemuetlich auf uns warten) und einen grooooossen Bogen laufen, den eigentlichen Weg entlang.
Parallel zu diesem Abenteuer spielte die ganze Zeit irgendeine drehorgelartige Version von “Greensleeves”, was die ganze Situation endgueltig irgendwie bizarr und beaengstigend machte.
Naja, wir waren dann jedenfalls endlich bei IKEA und haben uns ueber die “Swedish Meatballs” hergemacht – drei Maedels, strahlend, sich wie zu Hause fuehlend (weil IKEA ja irgendwie auch ein bisschen Zuhause ist… Der perfekte Ort zum Wohlfuehlen und fuer Kissenschlachten, nicht wahr?). Und Nachtisch gab’s auch: drei verschiedene Sorten Torte, und das wurde dann im Rotationssystem vernichtet, damit jeder was von allem probiert. Und auch da wieder – haetten wir keine Ohren gehabt, dann haetten wir sicherlich im Kreis gegrinst, so toll war das.
Shoppen waren wir auch noch: Fuer mich gabs ein riesiges rotes Kissen, dass ich fuer die Tour nach Broome sehr gut brauchen kann (lange Stunden im Bus und teilweise keine Betten, sondern man campt…). Und weil ich damit kuscheln werde, habe ich es Matti genannt (typisch finnischer Maennername) – jetzt kann ich wieder mit etwas sehr gut aussehendem knuddeln, finde ich gut. Meine Urlaubsliebe, jaja…
Heute abend dann spielen wir “Weihnachten”: Zum Nachtisch (also, nachdem wir den Rest des indischen Banketts gestern vernichtet haben) gibt es alkoholfreien schwedischen Gluehwein und Pfefferkuchen, unsere Finnin ist ganz gluecklich darueber.
Und ganz ehrlich: Genau so will ich das mit dem Reisen haben. Nette Leute treffen und Spass haben. Wenn dann noch die begeisterte Traeumerei, dass man sich ja in Helsinki treffen koennte, dazu kommt, und man sowieso auf einer Wellenlaenge ist – dann ist das genau so, wie ich mir das gewuenscht hatte.
Ich fuehle mich wohl.