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	<title>Bettelprinzessin auf Reisen</title>
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	<description>Reisetagebuch für Hartgesottene</description>
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		<title>Zehn Dinge, die es nicht geben dürfte.</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 15:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sammelsurium]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab morgen werde ich eine Woche lang versuchen, nicht zu jammern. Ich darf definitiv nicht über meine BA-Arbeit meckern, mit dem Rest probiere ich es zumindest &#8211; mal sehen, was das mit meinem Lebensgefühl macht.
Aber solange ich das noch darf, muss ich nochmal diese Liste machen, die ich vorhin bei Keksdidaktik gesehen habe.

Bei diesem wunderschönen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ab morgen werde ich eine Woche lang versuchen, nicht zu jammern. Ich darf definitiv nicht über meine BA-Arbeit meckern, mit dem Rest probiere ich es zumindest &#8211; mal sehen, was das mit meinem Lebensgefühl macht.</p>
<p>Aber solange ich das noch darf, muss ich nochmal diese Liste machen, die ich vorhin bei <a href="http://keksdidaktik.de/?p=548">Keksdidaktik</a> gesehen habe.</p>
<ol>
<li>Bei diesem wunderschönen Wetter in der Bibliothek sitzen und arbeiten müssen.</li>
<li>Motivationslöcher.</li>
<li>Heißhungerattacken.</li>
<li>Zu geringes Selbstbewusstsein.</li>
<li>Quietschende Stühle in Bibliotheken.</li>
<li>Studiengebühren!</li>
<li>Glutamat.</li>
<li>Den Fluch, der immer auf meinem Fahrrad liegt (immer noch kaputt, oder schon wieder?).</li>
<li>Die Macke, die mein MP3-Player hat.</li>
<li>Eingewachsene Zehnägel.</li>
</ol>
<p>War gar nicht so leicht, diese Liste voll zu kriegen.</p>
<p>Wäre mal neugierig, wie <a href="http://www.weltenkreuzer.de/">Weltenkreuzers</a> und <a href="http://www.speybridge.de">Speybridges</a> Listen aussähen&#8230;</p>
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		<title>Schlaaaaaaafen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 09:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schlafe gerne.
Das könnte ein Werbespruch für irgendwas sein (Blasenmedizin? Einlagen? Kopfkissen?), ist aber einfach eine Aussage über meine persönlichen Präferenzen.
Und ich schlafe so gerne, dass ich gerade im Urlaub auch sehr viel schlafe. Ich finde es einfach einfach spannend, was für Geschichten mein Kopf sich ausdenkt, um mich in meinen Träumen zu unterhalten. Surreale, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich schlafe gerne.</em></p>
<p>Das könnte ein Werbespruch für irgendwas sein (Blasenmedizin? Einlagen? Kopfkissen?), ist aber einfach eine Aussage über meine persönlichen Präferenzen.</p>
<p>Und ich schlafe so gerne, dass ich gerade im Urlaub auch sehr viel schlafe. Ich finde es einfach einfach spannend, was für Geschichten mein Kopf sich ausdenkt, um mich in meinen Träumen zu unterhalten. Surreale, schöne Bilder, merkwürdige Situationen &#8211; Traumkino ist was tolles.</p>
<p>Das Blöde ist nur, dass mich dieses Kino ja Zeit für andere Sachen kostet (beispielsweise fürs Wachsein). In der Zeit, in der ich schlafe, könnte ich auch lesen, kreativ sein, mit Nils quatschen, um mal nur die Sachen zu nennen, auf die ich auch Lust habe (und nicht die Pflichtsachen wie Haushalt und so).</p>
<p>Ich muss es hinkriegen, dass ich vielleicht ein bisschen weniger schlafe und dafür mehr Zeit für anderes habe.</p>
<p>Nachträgliche Frage: Die Zeit vergeht im Schlaf ja schneller als im Wachen. Wenn ich also mehr wach wäre, wäre es dann erst gestern oder vor einem Jahr?</p>
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		<title>Freiheit!</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 21:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Urlaub ist so atemberaubend schön, ich will überhaupt nicht mehr nach Hause. So glücklich war ich schon lange nicht mehr, ich bin leicht wie eine Feder.
Ich tue einfach, was ich will. Ich schlafe, wenn ich müde bin (und ich bin momentan oft müde, einfach, weil ich es kann), ich esse, wenn ich hungrig bin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Urlaub ist so atemberaubend schön, ich will überhaupt nicht mehr nach Hause. So glücklich war ich schon lange nicht mehr, ich bin leicht wie eine Feder.</p>
<p>Ich tue einfach, was ich will. Ich schlafe, wenn ich müde bin (und ich bin momentan oft müde, einfach, weil ich es kann), ich esse, wenn ich hungrig bin, lese, laufe durch schöne Städte und verbringe viel Zeit mit dem Menschen, der meinem Herzen am nächsten steht. Und ich muss überhaupt gar nichts müssen: Kein Haushalt will gemacht werden, keine BA-Arbeit lauert in der Bibliothek auf mich, kein Papierkram muss erledigt werden. Nichts muss.</p>
<p>Ich will lernen, öfter nur wollen zu dürfen und nicht mehr so oft zu müssen. Ich will ein bisschen von dieser Freiheit mit in meinen Alltag nehmen, und wenn ich mein Leben dazu total umkrempeln muss.</p>
<p>Dazu habe ich heute übrigens einen <a href="http://www.illuminatedmind.net/2009/07/21/the-death-of-becoming-something/comment-page-1/#comment-15791">Blogartikel</a> gelesen, der mich nicht mehr loslässt. Es geht darum, dass wir aufhören sollen, etwas werden zu wollen, und anfangen sollen, einfach wir selbst zu sein. Anstatt nach Zielen zu streben, von denen jemand uns sagt, dass sie richtig seien, sollen wir das tun und leben, was sich für uns wirklich richtig anfühlt, was uns erfüllt. Ich will genau das. Ich muss nur noch herausfinden, wie ich das hinkriege &#8211; und über den Weg dahin zu schreiben, quasi die Reise, das könnte durchaus Thema hier werden. Vielleicht.</p>
<p>Wunderschön finde ich übrigens auch einen weiteren Text, nämlich die <a href="http://www.sagen.at/texte/sagen/litauen/uzupis.html">&#8220;Verfassung von Uzupis&#8221;</a>. Uzupis ist ein wunderschönes Künstlerviertel in Vilnius &#8211; weniger verkünstelt und offensichtlich schön als beispielsweise Montmartre, das Partnerstadt von Uzupis ist. Scherzeshalber wurde dann die Republik von Uzupis gegründet, mit Grenze und allem (allerdings einer offenen Grenze), und wie es sich für eine Republik gehört, hat auch Uzupis eine Verfassung. Und die hat es in sich.</p>
<p>Einen schönen Brauch hat Uzupis übrigens auch noch: Wenn Paare heiraten, gehen sie direkt hinterher zu einer Brücke dort und schließen gemeinsam ein Schloss an diese Brücke an. Irgendein Vorhängeschloss, egal ob groß oder klein, mit ihrer beiden Namen darauf eingeritzt oder geschrieben. Den Schlüssel zu diesem Schloss werfen sie in den Vilnelé, den Fluss, der durch Uzupis fließt, auf dass er weg treibe und niemand ihre Liebe mehr lösen könne.</p>
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		<title>Armut</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 16:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Erlebnis von vorgestern noch einmal ein kurzer Beitrag zur Armut hier.
Es scheint, als ob hier viel mehr Menschen arm wären als wir das von zu Hause kennen. (Und es wird auch so sein, nicht nur den Anschein haben). Man sieht viele Bettler, aber noch viel mehr Menschen, die versuchen, sich irgendwie Geld zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Erlebnis von vorgestern noch einmal ein kurzer Beitrag zur Armut hier.</p>
<p>Es scheint, als ob hier viel mehr Menschen arm wären als wir das von zu Hause kennen. (Und es wird auch so sein, nicht nur den Anschein haben). Man sieht viele Bettler, aber noch viel mehr Menschen, die versuchen, sich irgendwie Geld zu verdienen.</p>
<p>Besonders sind mir da diese alten Frauen aufgefallen, die ein halbes Dutzend Blumensträuße in Joghurtbechern vor sich stehen haben, die sie verkaufen wollen. Diese Sträuße sind wirklich schön, wahrscheinlich selbst gepflückt und arrangiert &#8211; und werden für umgerechnet einen Euro verkauft. Und wenn man dann stehen bleibt, und tatsächlich einen kauft, freuen die sich riesig. (Man sieht hier im übrigen oft Leute, die mit einem solchen Strauß durch die Gegend laufen.) Alte Frauen sieht man in dieser Situation übrigens wesentlich häufiger als irgendeine andere Gruppe &#8211; woran das liegen dürfte, muss eigentlich nicht groß ausgeführt werden: Sie waren eben früher Hausfrauen und konnten keinem geregelten Beruf nachgehen &#8211; und ob die Renten hier so üppig sind, wage ich ohnehin zu bezweifeln.</p>
<p>Als Tourist hat man da ein schlechtes Gewissen &#8211; und geradezu Bauchschmerzen, wenn man dann die ganzen teuren Geschäfte sieht, die Designerkleidung und ähnliches verkaufen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist hier einfach um so vieles krasser als in Deutschland.</p>
<p>Manchmal gebe ich hier einfach etwas, weil ich es als so ungerecht empfinde, dass ich diesen Urlaub hier haben kann &#8211; und die anderen um Essen betteln müssen. (Ich glaube, ich sollte niemals in Indien Urlaub machen.)</p>
<p>Was ich allerdings gar nicht ab kann, sind Bettler, die vor einem auf den Knien rutschen. Ich finde es traurig, dass sie betteln müssen und sich auf diese Weise schon irgendwie erniedrigen &#8211; dass sie das dann nochmal doppelt tun, indem sie vor uns knien und sich so sehr demütigen, finde ich schrecklich. Ich will nicht, dass sich jemand vor mir erniedrigt &#8211; und ich will das nicht auch noch unterstützen, dass jemand das extra heftig tut. Hilfe brauchen, ja &#8211; aber nicht seine Würde gleich mit wegschmeißen.</p>
<p>(Und es kann sein, dass ich mich mit obigem Absatz sehr unbeliebt mache. Dann ist dem so.)</p>
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		<title>Müdigkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 20:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Nils nennt mich &#8220;sein Faultier&#8221;, ich bevorzuge den Namen Koala.
Im Grunde läuft das aufs selbe hinaus: Koalas schlafen 20 Stunden am Tag und verbringen den Rest der Zeit mit Essen, meine Urlaubsbedürfnisse unterscheiden sich da irgendwie nicht grundlegend. Ab und an mal lesen ist nett, und mein Pflichtgefühl treibt mich dann durchaus öfter mal raus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nils nennt mich &#8220;sein Faultier&#8221;, ich bevorzuge den Namen Koala.</p>
<p>Im Grunde läuft das aufs selbe hinaus: Koalas schlafen 20 Stunden am Tag und verbringen den Rest der Zeit mit Essen, meine Urlaubsbedürfnisse unterscheiden sich da irgendwie nicht grundlegend. Ab und an mal lesen ist nett, und mein Pflichtgefühl treibt mich dann durchaus öfter mal raus in die Straßen, um mir den Ort anzusehen, an den ich für viel Geld gereist bin.</p>
<p>Kennen das andere auch? Die ersten Tage im Urlaub &#8211; da bin ich einfach nuuuur müde. Der komplette Stress, der zu Hause im Alltag so da ist, der kommt raus und fordert Tribut. Mein Körper ist auf Erholungsmodus geschaltet (Bachelorarbeit? Kann man das essen?) und so verhalte ich mich auch.</p>
<p>Ich glaube, in ein paar Tagen werde ich energetischer. Zum Glück ist diese Phase unseres Urlaubs auf Entspannung getrimmt.</p>
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		<title>Vilnius, erster Tag.</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 20:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der heutige Tag bestand im Grunde aus Sachen packen, Riga tschüss sagen, Essen besorgen, stundenlang Bus fahren und Vilnius begrüßen. Das ist die Kurzversion.
Es folgt die Langversion.
Heute sind wir tatsächlich mal wieder zu spät, diesmal aber ausgeschlafen losgekommen &#8211; und haben dem Jugendstil Rigas noch eine Chance gegeben, weil unser Reiseführer (also, in Buchform) meinte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige Tag bestand im Grunde aus Sachen packen, Riga tschüss sagen, Essen besorgen, stundenlang Bus fahren und Vilnius begrüßen. Das ist die Kurzversion.</p>
<p>Es folgt die Langversion.</p>
<p>Heute sind wir tatsächlich mal wieder zu spät, diesmal aber ausgeschlafen losgekommen &#8211; und haben dem Jugendstil Rigas noch eine Chance gegeben, weil unser Reiseführer (also, in Buchform) meinte, wir sollten das mal tun. Die Idee war gut, denn wenn man ein bisschen tiefer in das Jugendstilviertel vordringt, versteht man, wieso dieser Ort berühmt ist &#8211; die Fassaden sind einfach wunderschön dekoriert, mit Gesichtern, die einen aus der Fassade heraus ansehen, Sphinxen, Drachen, kleinen Balkons&#8230; Ich konnte nicht widerstehen und habe mir in einer kleinen Kunsthandlung zwei schöne Postkarten und einen Button geholt, alles mit Jugendstil-Motiven. Ich glaube, das Wörtchen &#8220;pittoresk&#8221; trifft diesen Teil Rigas am allerbesten, ich bin begeistert.</p>
<p>Dieser Ausflug war gefolgt von Essenseinkauf Marke &#8220;Höhlenbewohner&#8221;. Im Urlaub isst man ja unregelmäßiger &#8211; Nils kommt damit super klar, und ich eigentlich auch. Nur führt das bei mir dazu, dass mich plötzlich und heftig Hunger überfällt, so sehr, dass ich sofort was essen muss. Also haben wir bei einem örtlichen Supermarkt Teigtaschen und Sandwiches gehamstert &#8211; das hat auch exakt bis zu dem Zeitpunkt vorgehalten, als Nils mich fragte, ob ich schon zu Abend essen will.</p>
<p>Den Nachmittag haben wir komplett im Bus verbracht, und das war eigentlich auch ganz schön, so halb schlafend, halb aus dem Fenster sehend durch diese Landschaft gefahren zu werden. Lettland und Litauen sind außerhalb ihrer paar Städte sehr ländlich, da ist dann durchaus mal ein Storch über die (zweispurige) Autobahn gelaufen und auf dem Standstreifen haben Leute gepicknickt oder lagen da und haben gelesen, weit und breit kein geparktes Auto in Sicht. Das war schon etwas schräg, aber es macht gute Laune zu sehen, dass da jemand das Leben genießt.</p>
<p>Jetzt sind wir jedenfalls in Vilnius, sind in unserer schönen Ferienwohnung mit ziemlich großem Komfort und waren auch schon spazieren und essen, am ersten Abend natürlich typisch litauisch. (Ich glaube, zum baltischen Essen schreibe ich nochmal extra etwas &#8211; nur soviel: Es ist lecker und macht seeehr satt.)</p>
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		<title>Riga, zweiter Tag.</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 16:29:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war eigentlich kein besonders spannender Tag, die Nacht war spannender.
Wir haben heute nach den nächtlichen Erlebnissen sehr lange geschlafen und sind dann durch Riga gelaufen. Ist eine sehr schöne Stadt &#8211; mit einem Jugendstilviertel (das allerdings sehr heruntergekommen ist, sehr schade um die Häuser), vielen Künstlern an allen Ecken, aber auch sehr viel Armut. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war eigentlich kein besonders spannender Tag, die Nacht war spannender.</p>
<p>Wir haben heute nach den <a href="http://www.bettelprinzessin-auf-reisen.de/?p=434">nächtlichen Erlebnissen</a> sehr lange geschlafen und sind dann durch Riga gelaufen. Ist eine sehr schöne Stadt &#8211; mit einem Jugendstilviertel (das allerdings sehr heruntergekommen ist, sehr schade um die Häuser), vielen Künstlern an allen Ecken, aber auch sehr viel Armut. Wenn in einer Unterführung ein halbes Dutzend Menschen auf verschiedenste Weisen versuchen, ein bisschen Geld zu machen, ist das erschreckend: Drei sehr alte Frauen haben versucht, Nylonstrumpfhosen zu verkaufen, ein alter Mann hatte vor sich eine Personenwaage stehen, die man gegen Kleingeld benutzen konnte, es gab auch noch einen Bettler und einen Straßenmusiker, der gerade Pause machte. Bemerkenswert ist auch noch jene ältere Frau, die an Rigas Hauptverkaufsstraße tanzt &#8211; sie hat einen Musikplayer mit lettischer Musik laufen und wiederholt dieselben paar Tanzschritte den ganzen Tag immer wieder.</p>
<p>Nils meint, dieser Armut werden wir öfter begegnen.</p>
<p>Ansonsten sind wir durch die Stadt gelaufen &#8211; für meinen Geschmack zuviel, für Nils&#8217; Geschmack zuwenig. Ich bin irgendwie nicht mehr daran gewöhnt, in Schuhen zu laufen, und das ist anstrengend. Irgendwann hab ich mich Nils&#8217; Rat widersetzt und hab diese unnötigen Dinger in den Rucksack gepackt. Danach bin ich zwar mehr aufgefallen, dafür hat das Laufen mehr Spaß gemacht.</p>
<p>Und in einem Park waren wir auch noch, mit ganz vielen Trampolinen, auf denen man für 1 Lt pro 10 Minuten (das sind ca. 1,40€) springen durfte. Da waren gaaaanz viele Kinder &#8211; und ich. Hat super Spaß gemacht und Nils hat sich köstlichst amüsiert.</p>
<p>Heute geht es noch asiatisch essen (wir haben einen billigen Japaner entdeckt), einen schönen Gürtel kaufen und den Supermarkt hier plündern (wie konnte ich bis vorgestern ohne Trinkjoghurt und Frischkäseriegel leben?). Und morgen geht es nach Vilnius &#8211; Nils freut sich schon riesig.</p>
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		<title>Geräuschbelästigung</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 16:18:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sammelsurium]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich klein war, habe ich viel Zeit bei meiner Oma verbracht. Nach der Schule habe ich dort zu Mittag gegessen und den Nachmittag verbracht, wir sind zusammen ein bis zweimal im Jahr in Urlaub gefahren und ich habe mehrmals die Woche bei ihr geschlafen, besonders nach Opas Tod.
War immer toll bei ihr &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich klein war, habe ich viel Zeit bei meiner Oma verbracht. Nach der Schule habe ich dort zu Mittag gegessen und den Nachmittag verbracht, wir sind zusammen ein bis zweimal im Jahr in Urlaub gefahren und ich habe mehrmals die Woche bei ihr geschlafen, besonders nach Opas Tod.</p>
<p>War immer toll bei ihr &#8211; und abends habe ich bei ihr im alten Ehebett geschlafen, sie hat mir noch Geschichten erzählt und dann sind wir eingeschlafen. Naja, sie ist eingeschlafen. Wenn ich nicht schneller war als sie, wurde das für mich schwierig. Denn meine Oma hatte ein besonderes Talent: Durchdringend Schnarchen. So laut, dass die Legende geht, dass es noch im Nebenzimmer zu hören sei, bei geschlossener Tür und lauter Musik. Sagen zumindest meine Eltern. Ich fand das als kleines Mädchen extrem frustrierend, und wenn ich dann nicht mehr weiter wusste, weil die Minuten sich unter ihrem Schnarchen dehnten wie altes Kaugummi, habe ich oft angefangen laut zu weinen und zu rufen: &#8220;Oooooma, mach einen anderen Löwen!&#8221; Das wurde in meiner Familie fast schon zum geflügelten Wort.</p>
<p>Ich wünschte, gestern wäre das auch so leicht gegangen. Bis ca. 23 Uhr hatten Nils und ich das Zimmer für uns, und wir waren beide schon fast eingeschlafen. Naja, fast eben. Dann ging die Tür auf (nach mehrfachem vergeblichen Versuch, sie zu öffnen) und ein dicker Mann schwankte in den Raum, hantierte am Fenster rum, zog sich halb aus und kippte ins Bett.</p>
<p>Ich habe mich wieder umgedreht und gehofft, er schnarcht nicht. Zuerst hat er das auch nicht gemacht und ich habe mich gefreut. Als er dann anfing, habe ich einfach meinen MP3-Player lauter gedreht. (In Mehrbettzimmern schlafe ich immer mit Katie Melua auf den Ohren, und mittlerweile bin ich so sehr auf ihre Stimme konditioniert, dass sie bei mir wirkt wie ein Narkotikum. Wird die Dame vermutlich nicht gerne hören.) Irgendwann wurde es allerdings so laut, dass es selbst bei voller Lautstärke gestört hat &#8211; und immer wieder hatte der Herr auch noch Erstickungsanfälle, sodass wir jedes Mal halb befürchtet, halb gehofft haben, er würde jetzt einfach endgültig ruhig werden, für immer. Hätte den Vorteil gehabt, dass wir hätten schlafen können, den Nachteil, dass wir morgens die Probleme gehabt hätten, die sich so mit einer Leiche im Nebenbett ergeben. Nils und ich haben zwischen Kichern und Verzweiflung geschwankt und eine Stunde ausgeharrt.</p>
<p>Zu unserem Glück kam dann die Hostelchefin mit einem weiteren Schlafgast an, und auf unsere verzweifelten Bitten hin hat sie die Geräuschbelästigung in ein anderes Zimmer verfrachtet. Der neue Schlafgast hat noch versucht, mit uns ein Gespräch anzufangen, aber das haben wir schnell abgewürgt.</p>
<p>Heute ist der Schnarcher wieder bei uns eingezogen, wir sind daraufhin in ein anderes Zimmer gezogen.</p>
<p>P.S.: In diesen Mehrbettzimmer sieht man mehr von den Körpern seiner Zeitgenossen, als es dem guten Geschmack zuträglich ist.</p>
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		<item>
		<title>Riga, erster Tag.</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 18:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[So, heute morgen ist das nächste Backpacking-Abenteuer losgegangen: Mit Freund (Nils) und Rucksack (den ich Horst genannt habe) quer durchs Baltikum und durch Finnland. Bis zum 3.8. werden wir die folgenden Stationen ansteuern: Riga, Vilnius, Klaipeda, Tallinn, Helsinki und Tampere, außerdem mehrere Tagesausflüge.
Jedenfalls klingelte heute morgen um 3 Uhr der Wecker &#8211; und obwohl wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, heute morgen ist das nächste Backpacking-Abenteuer losgegangen: Mit Freund (Nils) und Rucksack (den ich Horst genannt habe) quer durchs Baltikum und durch Finnland. Bis zum 3.8. werden wir die folgenden Stationen ansteuern: Riga, Vilnius, Klaipeda, Tallinn, Helsinki und Tampere, außerdem mehrere Tagesausflüge.</p>
<p>Jedenfalls klingelte heute morgen um 3 Uhr der Wecker &#8211; und obwohl wir erst um Mitternacht schlafen konnten, ging das mit dem Aufstehen erstaunlich leicht. Nach einer Viertelstunde panischen Suchens war dann auch Nils&#8217; Brille aufgetaucht &#8211; und los gings, mit Taxi, Regionalbahn, Straßenbahn, Flugzeug und Minibus, bis wir schließlich in unserem schnuckeligen Hostel direkt am Riga&#8217;er Bahnhof waren. Echt süß &#8211; wir haben ein Sechserzimmer mit Blümchengardinen, fleischfarbener Strukturtapete und Rentierdecken ganz für uns. Einzigartig ist es jedenfalls.</p>
<p>Erstes Fazit: Nils fliegt nicht gerne, dafür finde ich Busse ganz schlimm.</p>
<p>Zweites Fazit: Nils ist erstaunt, dass ich um 3 Uhr morgens frühstücken wollen kann.</p>
<p>Drittes Fazit: Ich bin erstaunt, dass Nils mit nur einem Brötchen bis zum Abendessen durchhält.</p>
<p>Jedenfalls haben wir heute nicht so besonders viel gemacht. Wir haben zwei Stunden gepennt, sind durch die Altstadt von Riga gelaufen, ich hab mir prompt ein hübsches Kleid gekauft und wir haben vor einem heftigen Gewitter mit sturzbachartigem Regen in ein wunderschönes Café gerettet. &#8220;Black Magic&#8221; heißt dieser Ort und ist irgendwie sehr pseudo-mittelalterlich angehaucht &#8211; die Bedienungen tragen prachtvolle Kleider und Uniformen, es gibt Regale voller alter Bücher, Kerzen überall und einen Kronleuchter an der Decke. Irgendwie blitzt und blinkt alles. Traumhaft schön. Und wenn man dann dazu noch richtig leckeren Schokoladenkuchen isst, es draußen wie aus Kübeln schüttet und man drinnen schön trocken bleibt, dann ist es perfekt.</p>
<p>Ich will da morgen ganz dringend wieder hin, auch ohne Regen.</p>
<p>Noch ein bisschen Rumgebummel, noch ein bisschen schlafen &#8211; und dann essen in einem angeblich typisch lettischen Restaurant. Kann sein, dass es typisch war &#8211; besonders lecker war es nicht. Sehr fettig, ziemlich viel Knoblauch und sehr stopfend. Nils meint, das geht noch besser.</p>
<p>Viertes Fazit: Obwohl Nils im Vorhinein meinte, dass ich in meinen Hippieklamotten nicht ins Baltikum passe, stimmt das nicht. Erstaunlicherweise ist das dieses Jahr &#8220;in&#8221; &#8211; und da die Lettinnen allesamt Fashionistas sind, falle ich nicht weiter auf. Gut so, dann muss ich mich nicht als &#8220;normal&#8221; verkleiden.</p>
<p>Fünftes Fazit: Die Lettinnen sind oft so dermaßen hübsch, dass es schon fast erschreckend ist.</p>
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		<title>Der erste Filmkuss</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 12:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sammelsurium]]></category>

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		<description><![CDATA[Momentan recherchiere ich parallel zur BA-Arbeit noch für eine weitere, allerdings kurze, Hausarbeit. Ich sitze in einem Kurs über Poststrukturalismus (Definition für Nicht-Philologen: Alle Theorien, die sagen, dass sich eben nicht alles in ein Schema pressen lässt) und will dort ein Paper schreiben, und zwar zum Thema: &#8220;&#8216;Eternal Sunshine of the Spotless Mind&#8217; as a [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan recherchiere ich parallel zur BA-Arbeit noch für eine weitere, allerdings kurze, Hausarbeit. Ich sitze in einem Kurs über Poststrukturalismus <em>(Definition für Nicht-Philologen: Alle Theorien, die sagen, dass sich eben nicht alles in ein Schema pressen lässt)</em> und will dort ein Paper schreiben, und zwar zum Thema: &#8220;&#8216;Eternal Sunshine of the Spotless Mind&#8217; as a Deconstruction of a Love Story&#8221;.</p>
<p>Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Ich will zeigen, dass dieser tolle Film sich nicht in ein Liebesfilm-Schema F pressen lässt. (Und dieser Film ist schön, verwirrend, rührend, lustig, verstörend&#8230; Alles auf einmal. Und man versteht ihn nicht, wenn man ihn nicht zu Ende ansieht.)</p>
<p>Für alle, die den Film nicht kennen, hier ein kurzer Trailer:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1GiLxkDK8sI&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/1GiLxkDK8sI&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Und bei der Rercherche für dieses Paper (achja, und für das Referat zum gleichen Thema) bin ich über ein Video zum ersten Filmkuss gestolpert. Das 21sekündige Video war 1896 ein echter Skandal (zumal die Darsteller auch nicht die Schönsten sind), aber es ist echt süß, wie ich finde.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zURTEs8C1lo&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/zURTEs8C1lo&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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