29. Juni 2008
Wie manche wissen (und einige mehr nach dem Lesen dieses Eintrags wissen werden), habe ich begonnen, Literatur zu sichten, um das Thema meiner Bachelorarbeit zu definieren.
Seit 5 Jahren fasziniert mich die Figur des Jokers – also die Figur, die zu den meisten Kartenspielen gehört, und doch nicht dazu gehört. 2003 habe ich “Das Kartengeheimnis” von Jostein Gaarder gelesen (hat mir meine beste Freundin empfohlen, und dieses Buch ist wirklich immens wichtig für mich geworden), seitdem durchzieht der Joker in gewisser Weise mein Leben. Ich sammle Spielkarten mit dieser Figur, habe Narrenschellen (die mich auch durch Australien begleiten) und beschäftige mich mit dem Anderssein.
Jetzt suche ich eben nach einem Abschlussarbeitsthema – und lese dazu Joker-Romane. Eben (wirklich gerade eben) bin ich mit “I am the Messenger” von Markus Zusak fertig geworden. Und wieder habe ich ein Buch gefunden, dass einen Nerv trifft, aber ganz gewaltig:
“… you are the epitome of ordinaryness, Ed. (…) And if a guy like you can stand up and do what you did (…), well, maybe everyone can. Maybe everyone can live beyond what they’re capable of.” (Markus Zusak)
Für mich war der Joker bisher immer der Inbegriff der Menschen, die eben anders sind, die keine ausgelatschten Pfade entlang laufen – und der Menschen, die fragen, fragen, fragen, und nie aufhören, nach Antworten zu suchen.
Die Gedanken, die ich bei Markus Zusak gefunden habe, finde ich aber ungleich schöner: Jeder Mensch kann etwas besonderes sein, jeder Mensch kann die Welt verändern – jeder Mensch kann ein Joker sein, wenn er nur will.
Das hat bei mir eine Saite zum Klingen gebracht, und ich denke, das muss ich erstmal verdauen…