Wenn mir eine Herausforderung (aktuell das alleine Backpacken, das in zwei Monaten beginnt) als nicht machbar erscheint, habe ich mehrere Herangehensweisen, hier zwei meiner Favoriten:
- Ich lese Bücher über Leute, die es wesentlich schwerer haben – auch wenn es nur Fiktion ist, hilft es. Mit 15 hatte ich beispielsweise eine sehr heftige Lebensphase. Eine meiner Reaktionen war, Liebesdramen zu lesen (beispielsweise „Scarlett”) und mir dann zu sagen, schau mal, die kriegen das auch hin. Ist albern, ja. Sehr albern sogar. Aber es hilft. (Wenn so eine dämliche Ziege wie Scarlett O’Hara ihr Leben meistert, kann ich das auch.)
- Ich rufe mir Situationen aus meiner Vergangenheit ins Gedächtnis, die aussichtlos erschienen – und die dann doch noch irgendwie geklappt haben. Das Leben ist eben meistens „irgendwie”, denke ich. – Auch wenn es ein schöner Vorsatz ist, Dinge gut zu machen, manchmal nimmt es viel Angst, dass „irgendwie hinkriegen” auch reicht.
Ich habe schon schwierigeres geschafft, als mich mutterseelenallein, 16.000km weit entfernt von allen, die ich kenne, auf einem Kontinent, in dem es vor giftigen Viechern und sonstigen Gefahren nur so wimmelt, auf Jobsuche zu begeben, obwohl ich doch null Ahnung hab. (Irre ich mich, oder stelle ich das gerade etwas einseitig da???)
Naja, wie sagen die Australier? NO WORRIES!
Wird schon schiefgehen.
